Kunstwerke von Kirchentagen erstrahlen in neuem Glanz bei „Kirche auf dem Rad“

Nach jahrzehntelangem „Dornröschenschlaf“ erstrahlten in Wulsbüttel Kunstobjekte längst vergangener evangelischer Kirchentage in neuem Glanz. Seit den achtziger Jahren hat Hinrich Hannken-Illjes aus Wulsbüttel keinen Kirchentag ausgelassen und auch für jeden etwas gebastelt. So interpretierte er die Jahreslosung „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die künftige suchen wir“ mit seinen Kunstwerken. Wir, das sind die sechs Kirchengemeinden in der Samtgemeinde Hagen, dargestellt als Baum mit sechs Ästen. „Das habe ich mal für unsere Region gemacht“, erinnert sich der 79jährige Hobbytischler. Die künftige, bleibende Stadt stellte er als leeren Dom dar, von dem wir nicht wissen, wie es darin aussieht. Dieses Werk stand schon 1987 auf dem Kirchentag in Frankfurt. Der Weg vom hier und heute zur bleibenden Stadt führt über eine Brücke, die schon den Kirchentag in Stuttgart bereicherte. So hat Hinrich Hannken-Illjes die Mottos vergangener Kirchentag auf seine Weise neu interpretiert und dafür die Anerkennung vieler Besucher erhalten.


Text und Bild von Otto Baur