Allgemeines zur Kirche

Der Name des Dorfes „Wulsbüttel" wird erstmals in einer Urkunde von 1072 erwähnt als zur Urkirche Bramstedt gehörig.

1105 heißt der Ort „Waldesbutli".
Grundherren waren bis 1238 die Grafen von Stotel. Sie haben dieses Recht dem 1189 erstmals erwähnten Geschlecht von Wersebe zu Lehen gegeben. Die von Wersebe waren bis auf die Geest gekommen, u.a. zum heutigen Ortsteil Vosloge. Von dort aus ist wahrscheinlich die Gründung der Kirche erfolgt. 1238 verkaufte Gerbert von Stotel das Dorf „Waldesbutli“ an das zu dem Zisterzienserorden gehörende Nonnenkloster „Wolda“. „Wolda“ wurde später nach Lilienthal verlegt.

Die Kirche ist der heiligen Lucia gewidmet. In unserer ganzen Landeskirche ist nur noch die Kirche in Meyenburg der Lucia gewidmet. Meyenburg liegt etwa 8 km südwestlich von hier.
Lucia, die Leuchtende, gehörte um 300 n. Chr. zu den treuen Anhängern Christi auf Sizilien. Die Christen wurden blutig verfolgt und mussten sich verstecken. Lucia versorgte sie heimlich mit Lebensmitteln. Dabei trug sie einen Lichterkranz auf dem Kopf. So hatte sie die Hände frei, um Speisen zu tragen. Im Jahr 304 starb sie als Märtyrerin. – Heute gehört die Lichterkrone zum Brauchtum ihres Festes, welches besonders in Schweden am 13. Dezember begangen wird.

Zu unserer Evangelisch-lutherischen St. Lucia Kirche gehören heute die Ortschaften Heine, Hoope, Lehnstedt und Wulsbüttel. Die Ortschaft Lehnstedt mit dem Hof Seedorf ist erst mit Wirkung vom 21. Mai 1868 von Bramstedt zur Kirchengemeinde Wulsbüttel gekommen. Dazu kommen einige Gemeindeglieder aus Albstedt.
Unsere Kirchengemeinde hat etwa 1.000 Gemeindeglieder.